29.10.2017 Dachstuhlbrand

Bericht zum Dachstuhlbrand in der Frankfurter Straße

 

Unsere Gerätschaften sind alle wieder einsatzklar, die benutzten Schläuche sind noch in der Reinigung und Überprüfung. Die getragene Brandschutzkleidung wurde in der Feuerwehr Bad Nauheim und Friedberg gewaschen. Nun bleibt Zeit für einen ausführlichen Einsatzbericht.

 

In der Nacht vom Samstag auf Sonntag wurden gegen 2:20 Uhr die Feuerwehr Nieder- und Ober-Wöllstadt sowie die Drehleiter der Feuerwehr Karben zu einem gemeldeten Küchenbrand in der Frankfurter Straße alarmiert. Schon bei der Anfahrt waren meterhohe Flammen sichtbar, die aus dem Dachstuhl schlugen. Der Gruppenführer des zuerst an der Einsatzstelle eintreffenden HLF (Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug) entschied nach der Lageerkundung, zwei Atemschutztrupps zur Menschenrettung und Brandbekämpfung parallel einzusetzen. Durch die Atemschutztrupps mussten zwei Frauen aus der in Brand geratenen und verrauchten Wohnung gerettet werden. Weitere 18 Personen konnten weitestgehend unverletzt das Brandobjekt verlassen. Im sicheren Abstand wurden die geretteten Personen von der Feuerwehr bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes erstversorgt und betreut.

 

Derweil wurde ein Innenangriff im Dachgeschoss mit zwei Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung fortgesetzt. Dieser Angriff musste jedoch wegen massiver Brandausbreitung zur Eigensicherung vorübergehend eingestellt werden. Zur weiteren Unterstützung wurden die Feuerwehr Rosbach und die Drehleiter der Feuerwehr Friedberg nachalarmiert. Mithilfe der Drehleitern erfolgte nun die weitere Brandbekämpfung zur Sicherheit der Einsatzkräfte vom Außenbereich. Hierzu musste, sofern noch nicht bereits geschehen, die Dachhaut geöffnet werden.  Nachdem die massive Brandausbreitung mithilfe der zwei Drehleitern eingedämmt wurde, konnten wieder die Angrifftrupps unter Atemschutz ihre Arbeit fortsetzen.

 

Mittlerweile waren auch der Abrollbehälter Atemschutz / Strahlenschutz des Wetteraukreises, sowie der Abrollbehälter Technische Einsatzleitung / Betreuung  der Feuerwehr Bad Vilbel vor Ort. Der „AB Betreuung“ sicherte die Verpflegung der ca. 50 Einsatzkräfte und bietet eine Erholungsmöglichkeit für die Atemschutzgeräteträger.  Im „AB Atemschutz“ werden 24 Atemschutzgeräte und weitere Reserveflaschen und Atemschutzmasken transportiert. So konnten die benutzten Geräte gleich gegen neue Atemschutzgeräte ausgetauscht werden.

 

Nach etwa einer dreiviertel Stunde war das Feuer unter Kontrolle. Da aufgrund der großen Hitzeentwicklung im Dachgeschoss des großen Fachwerkhauses immer wieder die massive Holzkonstruktion in Brand geriet, entschied sich der Einsatzleiter, Gemeindebrandinspektor Klaus Schöniger, ein Sonderlöschmittel der Wehr Rosbach einzusetzen, wodurch schließlich gegen 5:30 Uhr „Feuer aus“ gemeldet werden konnte.

 

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Wöllstadt und Rosbach, die Drehleitern aus Friedberg und Karben, der AB Betreuung der FF Bad Vilbel, der AB Atemschutz aus Bad Nauheim, die Brandschutzaufsicht des Wetteraukreises, mehrere Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug, sowie drei Streifen der Polizei.

 

Nach Beendigung der Löscharbeiten wurde die Einsatzstelle, nach Rücksprache mit der Polizei,  vom Bauhof der Gemeinde Wöllstadt abgesperrt, da ein großes Risiko von herabfallenden Trümmerteilen bestand.