Hilfeleistungseinsatz nach Ölunfall

 

Am Donnerstagvormittag ereignete sich im Gewerbegebiet von Nieder-Wöllstadt

ein Ölunfall, bei dem ca. 300 Liter Heizöl von der Feuerwehr abgebunden werden musste.

Während Arbeiten in einem Betrieb kippte ein mit ca. 300 Liter Heizöl gefüllter Stahltank um. Der Verschluss des Tanks öffnete sich und das Heizöl trat ungehindert aus. Geistesgegenwärtig wurde von den Mitarbeitern des Gewerbebetriebes (darunter zwei aktive Feuerwehrmänner) aus einer benachbarten Zimmerei Sägemehl vor sämtliche Kanal- und Regenwasserabläufe gekippt. Die sofort alarmierte Feuerwehr Nieder-Wöllstadt begann nach Ankunft an der Einsatzstelle unverzüglich mit der Ausbringung großer Mengen von Ölbindemittel. Da das Heizöl auch auf die Straße 'Am Kalkofen' geflossen war, musste diese für zwei Stunden voll gesperrt werden. In dem etwa 150 Meter talwärts gelegenen Rosbach wurde nach Sichtkontrolle durch die Feuerwehr ebenfalls eine starke Kontamination durch das Heizöl festgestellt. Aus diesem Grund wurde eine provisorische Bachsperre mit Aluleitern und Strohrundballen errichtet. Schwimmfähiges Bindemittel wurde im Bach ausgebracht, so dass das Heizöl nicht in Richtung Nidda abfliessen konnte. Da der Regenwasserablaufkanal mit Heizöll verschmutzt war, musste eine Spezialfirma die Rohre spülen. Nach drei Stunden war der Einsatz beendet und die Gefahr für die Umwelt gebannt.

Eingesetzt war die Feuerwehr Nieder-Wöllstadt mit neun Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen, Mitarbeiter des Klärwerkes, des Gemeindebauhofs sowie der Umweltbehörde des Wetteraukreises.


Blick auf die Einsatzstelle im Gewerbegebiet "Am Kalkofen". Das aus dem umgestürzten Tank ausgetretene
Heizöl ist bis auf die Straße gelaufen und wird von der Feuerwehr mit Ölbindemittel gebunden. Gleichzeitig
fangen weitere Einsatzkräfte Heizöl mit einer provisorischen Ölsperre im ca. 100 Meter entfernten Vorfluter
"Rosbach" auf.

Text: Joachim Schnabel (Pressesprecher FF Nieder-Wöllstadt)
Bild: Alexander Hitz (Redaktion KFV Wetterau)