Güterzug überrollte Frau

 

Mit dem Stichwort „Hilfeleistung“ wurde die Feuerwehr Wöllstadt am späten Sonntagabend um 22.37 Uhr alarmiert. Der Lokomotivführer eines in Richtung Frankfurt fahrenden schweren Güterzuges hatte kurz nach dem Bahnhof Nieder-Wöllstadt eine Person bemerkt, die sich auf dem Gleiskörper bewegte und sofort eine Zwangsbremsung eingeleitet. Wegen des großen Zuggewichtes war der Zusammenstoß jedoch nicht zu verhindern. Die Lokomotive kam erst etwa 400 Meter nach der Unfallstelle zum Stehen.

Die zuerst an der Einsatzstelle eingetroffenen Einsatzkräfte aus Nieder-Wöllstadt begannen unverzüglich mit der Personensuche. Die ebenfalls an der Einsatzstelle befindliche Notärztin und der Rettungsdienst des ASB Karben konnten allerdings nur noch den Tod der weiblichen Person feststellen. In enger Absprache zwischen Wehrführer Klaus Schöniger und dem Notfallmanager der DB AG blieb die Strecke für den Zugverkehr gesperrt. Ein Wöllstädter Feuerwehrmann, der als Lokomotivführer und stellvertretender Lok-Teamleiter arbeitet, übernahm sofort als Ansprechpartner gemeinsam mit dem Rettungsdienst die Betreuung des unter Schock stehenden Lokführers. Für die weitere Betreuung des Lokomotivführers kam zusätzlich der diensthabende Notfallseelsorger zur Einsatzstelle.

Die Arbeit der Feuerwehr beschränkte sich auf das Ausleuchten der Unfallstelle. Nach der Bergung die Leiche durch ein Bestattungsunternehmen war der Einsatz der Feuerwehr Nieder-Wöllstadt beendet. Die Main-Weser-Bahn wurde vom Notfallmanager wieder freigegeben. Informationen zur getöteten Frau und zum Hergang des Unfalls sind der Feuerwehr nicht bekannt. Es entstand kaum Sachschaden an der Güterzuglokomotive.

Der Einsatz war am Montagmorgen um 01.45 Uhr beendet. Im Einsatz waren die Feuerwehr Nieder-Wöllstadt mit 22 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen. Die Feuerwehr Ober-Wöllstadt war in Bereitschaft. Weiterhin waren Notärztin und Rettungsdienst des ASB Karben, eine Streife der Polizei, ein Fahrzeug der Bundespolizei, ein Notfallseelsorger und der Notfallmanager der DB AG im Einsatz.

 

Text: Joachim Schnabel, Pressesprecher FF Nieder-Wöllstadt