Nieder-Wöllstadt: Einsatztaktische Fakten im Bahnalltag geschult 

 

Aufgrund der in der Vergangenheit vermehrt vorkommenden Einsätze im Gleisbereich der Main-Weser-Bahn wurde von Jochen Leps, stellvertretender Teamleiter der DB Regio – S-Bahn Rhein-Main AG, und selbst aktiver Feuerwehrmann in Nieder-Wöllstadt eine Weiterbildung mit dem Notfallmanager der DB, Klaus Müller, organisiert.

Nachdem mittlerweile die meisten der Nieder-Wöllstädter Einsatzkräfte über den notwendigen Bahn 1-Lehrgang verfügen, diente diese Fortbildung der Vertiefung wichtiger Grundlagen für den Einsatz bei Bahnunfällen. Im Gleisbereich des Güterbahnhofes Friedberg erwarte Müller die Feuerwehrleute. Er erläuterte die Gefahren, die von der Fahrdrahtleitung mit ihren 15.000 V Spannung ausgehen. Auch erklärte Müller die auf der Main-Weser-Bahn vorkommenden Güterzüge mit ihren Inhalten. Im weiteren Verlauf wurde das elektromechanische Stellwerk des Güterbahnhofs besichtigt, um den Wehrleuten die Voraussetzung für das Verständnis im Streckenbetrieb der Eisenbahn zu geben.

Nach dieser Einführung in die Stellwerkstechnik folgte die eingehende Besichtigung eines S-Bahn-Triebzuges der Baureihe ET 423. Jochen Leps, der neben seiner Funktion als stellvertretender Teamleiter auch noch selber als Lokomotivführer auf dem Führerstand der Triebzüge Dienst verrichtet, erläuterte ins Detail gehende technische Besonderheiten der modernen Triebzüge. Besondere Wichtigkeit verlieh er hierbei der Sicherung gegen ein Verrollen der Eisenbahn-Fahrzeuge nach Unfällen sowie Möglichkeiten zur Öffnung von Türen ohne Hilfsmittel.

Zum Abschluß der Fortbildung besuchten die Wehrleute das heimatliche Stellwerk in Nieder-Wöllstadt um Einzelheiten des Bahnverkehrs in diesem Streckenabschnitt zu erfahren.

Wehrführer Klaus Schöniger dankte abschließend den DB-Mitarbeitern Jochen Leps und Klaus Müller für ihre ausführlichen Ausführungen.

 

Text und Bilder: Joachim Schnabel, Pressesprecher FF Nieder-Wöllstadt